Hallgarten
Hallgarten liegt über den Orten der Rheinfront unter der höchsten
Erhebung des Rheingaues, der „Hallgartener Zange“. 1112
wird die Ansiedlung erstmals erwähnt. Spätestens als das
nahe gelegene Zisterzienserkloster Eberbach 1163 hier einen Wirtschaftshof
besaß, war der Weinbau Haupterwerb der Bewohner.
„Hargardun“, wie der Ort früher hieß, ist
in „Flachsgartenhöhe“ zu übersetzen und somit
wohl ein Hinweis auf die landwirtschaftliche Nutzung des Geländes
durch erste Siedler.
1338 wurde die Kirche Mariä Himmelfahrt errichtet. Der Legende
nach stifteten die örtlichen Weinschröter ihrer Kirche
um 1420 eine weltberühmte Madonna. Die aus Ton gebrannte Figur
ist bis heute an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort bewahrt
geblieben.
Symbolträchtig ist das Jesuskind mit einer Traube versehen
worden. Ein vom gleichen Meister von der Hallgartener Skulptur abgeformtes
Kunstwerk, aus Kloster Eberbach stammend, ist jetzt im Pariser Louvre
zu bewundern.
Links:
Winzer
aus Hallgarten
www.oestrich-winkel.de
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